| Obwohl der ursprüngliche Gedanke vor einigen Jahren ausgerechnet am Biertisch aufkam, erwies sich die Gründung eines lokalen Reitvereines nicht als eine Schnaps- Idee…. So wurde am 8. Januar 1976 die Sektion Pferdesport innerhalb der Viernauer Betriebssportgemeinschaft Motor Weimar ins Leben gerufen. Leiter der neuen Sektion wurde Günter Seher, als Trainer fungierte Herbert Henkel, der dazu den Weg von Zella-Mehlis nach Viernau auf sich nahm. Weiterhin zeigten auch die Gründungsmitglieder Manfred Wolf und Heini Koburg viel Engagement, als es darum ging die junge Sektion auf feste Füße zu stellen. Anfangs gingen die 18 Gründungsmitglieder noch mit nur zwei Tieren „Antonio“ und „Erle“ zu Werke. Teilweise wurden Pferde aus der Landwirtschaft hinzugezogen. Das sollte sich ändern. Die Rösser der Viernauer Reiter waren fast immer deren Privateigentum und so waren die Teile auch im eigenem Stall untergebracht. Als 1980 die Pferdesport-Sektion in Schmeheim aufgelöst wurde, stießen die Sportler aus Suhl und Zella-Mehlis zu den Viernauern. Um die Pferde der auswärtigen Sportler im Ort unterbringen zu können, bauten die Mitglieder in mühevoller Kleinarbeit eine alte Scheune zu ersten vereinseigenem Stall um. Nun konnte fast täglich trainiert werden. 1985 mussten die Vierbeiner aus ihrem Stall in die Forstgasse, wo ein Stall und eine Scheune für die Pferde ausgebaut wurde, umziehen. Die dabei entstandenen Unkosten trugen wie beim ersten Stall auch die Vereinsmitglieder. In den 80er Jahren entschlossen sich die Reitsportfreunde zu Bau eines eigenen Turnierplatzes, der von den Mitgliedern errichtet und finanziert wurde. „ Die Sektion dar sich finanziell immer selbst getragen, sie war nie auf Gelder angewiesen“, so Andre Volk, Vorsitzender des Reitvereines. Auch für das nötige Grünfutter sowie das Heu ihrer Rösser sorgten die Reitbegeisterten selbst. Nachdem Günther Sehers Tätigkeit als Sektionsleiter 1982 endete, übernahm Armin Kleinschmidt diesen Posten. Von 1986 bis 1990 unterlag die Leitung der Sektion dem Gründungsmitglied Manfred Wolf, bevor sie an Andre Volk überging. Dieser machte sich schon als 14-jähriger bei den Reitern beliebt, als er bereits am frühen Morgen vor der Schule die Vierbeiner fütterte. Seit 1980 trainiert Hans- Georg- Anschütz aus Schmeheim die Viernauer Reiter. Er hat einen wesentlichen Anteil an den erreichten Erfolgen. 1987 bis 1989 fanden in Viernau die Bezirksmeisterschaften der Vielseitigkeit statt. „Seit 1982 findet meistens ein Turnier pro Jahr im Ort statt“, erzählt Andre Volk.Dabei reichten die Erfolge der Viernauer über Kreis- uns Bezirksmeister bis hin zum DDR-Meister der Landessportler. Dieser wurde 1989 Frank Ebert auf „Flotus“.Im Mai 1990 beteiligten sich erstmals Reiter aus Bayern an einem Turnier in Viernau. Zur Turnierliste zählen auch die Thüringer Landesmeisterschaften der Vielseitigkeit 1992 und 1992. 1993 fand während eines Turnieres erstmals eine Prüfung statt. 1990 trat die Sektion Pferdesport aus der BSG Motor Wema aus und gründetet sich als Reit- und Fahrverein Viernau e.V. neu. Den Vorsitz über den 30- Mitglieder starken Reitverein übernahm damals Andre Volk. Dem Verein gehören nicht nur Reitfreunde aus dem Ort an, auch Reiter aus Dillstädt, Steinbach- Hallenberg oder Obermaßfeld sind vertreten, so dass die Anzahl der Mitglieder auf etwa 65 anwuchs. Besonders stolz zeigt sich der Reitverein über die Geländestrecke auf der Wuhlheide. Sie ist in ihrer Form und in ihrer Anlage in Thüringen und darüber hinaus einmalig. Die Geländestrecke beinhaltet etwa 30 Hindernisse. So sind beispielsweise Graben-, Hangauf- sowie Hangabsprünge möglich. Da die Hindernisse auf engstem Raum stehen, erweist sich die Anlage als sehr zuschauerfreundlich. |